Michael Albers

Consultant to European and Asian Competition Authorities
Former Hearing Officer for Competition Cases at the European Commission, Brussels


Michael Albers berät seit 2013 europäische und asiatische Wettbewerbsbehörden sowohl bei der Ausarbeitung von Strategien der "Competition advocacy", Rechtsverfolgung und Prioritätensetzung als auch in wettbewerbsrechtlichen Einzelfällen. Zuvor, von 2008 bis 2013, nahm er die Aufgaben eines Anhörungsbeauftragten der Europäischen Kommission für Antitrust- und Fusionskontrollverfahren wahr. Bevor er zur Kommission kam, arbeitete er seit 1981 im Bundeskartellamt in verschiedenen Beschlussabteilungen sowie in der Grundsatzabteilung. 

Ab 1990 wurde er als Nationaler Experte Mitglied der "Merger Task Force" der Kommission und half die Europäische Fusionskontrolle als neues Wettbewerbsinstrument einzuführen. Drei Jahre später übernahm er die wettbewerbsrechtliche und -politische Koordination von Antitrust-Fällen in der Generaldirektion Wettbewerb, zunächst als Referent und später als stellvertretender Abteilungsleiter. Von 1998 bis 2003 war er als Leiter der Energieabteilung der Generaldirektion für den Beitrag der Wettbewerbspolitik zur Liberalisierung der Elektrizitäts- und Gasmärkte verantwortlich. Von 2003 bis 2006 wurde ihm die Aufgabe der Entwicklung eines "more economic approach" bei der Anwendung des Missbrauchsverbots (Art. 102 AEUV)  übertragen. Gleichzeitig stand er dem Grünbuch-Team vor, das die Möglichkeiten privater Schadensersatzklagen bei Wettbewerbsrechtsverletzungen darstellen und Optionen für Verbesserungen erarbeiten sollte. Bevor er von der Kommission zum Anhörungsbeauftragten ernannt wurde, war er von 2006 bis 2008 als Leiter der Telekommunikationsabteilung der Generaldirektion Wettbewerb für Antitrustverfahren, die Kontrolle regulatorischer Entscheidungen und Vertragsverletzungsverfahren verantwortlich.