WILLEM C. VIS – International Commercial Arbitration Moot Court


Der VIS Moot Court in Wien wird vom Verein zur Veranstaltung und Förderung des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot organisiert in Zusammenarbeit mit UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law), renommierten Schiedsinstitutionen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Wien. Schiedsrichter des Wettbewerbs sind Richter, Anwälte und Professoren aus der ganzen Welt. Ziel des Moot Courts ist es, das Studium von internationalem Zivil- und Handelsrecht und Streitschlichtung für Streitigkeiten im internationalen Business-Bereich durch die konkrete Anwendung eines Problems zu unterstützen.

Im Rahmen des über sechs Monate dauernden Wettbewerbs zum internationalen Kaufrecht und Schiedsverfahrensrecht müssen die Teilnehmer sehr gute Recherchekenntnisse, hervorragende Argumentationsfähigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe sowie Teamfähigkeit beweisen. 

Die Studierenden erarbeiten zunächst gemeinsam komplexe englische Schriftsätze, die einer internationalen Jury vorgelegt werden. Im Anschluss daran liegt der Fokus auf der Präsentation ausgefeilter und auf den Punkt gebrachter Vorträge zu den wichtigsten rechtlichen Problemstellungen.

Probeverhandlungen, Übungen und vorbereitende Wettbewerbe zum Moot Court in Wien finden im Vorfeld regelmäßig in verschiedenen europäischen Städten statt. Eine Teilnahme am VIS Moot Court ist Studierenden erst nach Beendigung des Studiengangs am Europa-Institut möglich.


Großzügige Spende vom "alten" ans neue VIS Moot Team

Die Teilnehmer des VIS Moot Courts 2017 erhielten im Rahmen der Eröffnungsfeier des Europa-Instituts den Preis der ASKO-EUROPA-STIFTUNG, der mit 1.500 Euro dotiertist. Den Preis überreichte Hans Beitz, Mitglied der Akademieleitung Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH, an die fünf Mitglieder des VIS Moot Teams 2017 Geetanjali Sharma, Corina Voda, María Cristina Rosales del Prado, Caio Prado Rocha (nicht im Bild) sowie Hendrik Matthias Mayer, die den Preis zusammen mit ihren Coaches Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Rüßmann, Ben Köhler, Anja Neufing und Anna Marie Faymonville (nicht im Bild) annahmen.

Zur großen Überraschung aller spendeten das Team postwendend die Hälfte ihres Preisgeldes an das neue Team, das 2018 am 25. VIS Moot teilnehmen wird, damit sie an noch mehr Pre-Moots teilnehmen können. Wir wünschen dem neuen Team alles Gute und bedanken uns bei dem "alten" Team für die großzügige Spende!


Erfolgreiches Saarbrücker Team

Zum Finale des Wettbewerbs in Wien vom 7. bis 13. April 2017 traten jeweils zwei Studenten in insgesamt vier mündlichen Verhandlungen gegen andere Universitäten aus aller Welt an. Sie schlüpften dabei in die Rolle der Anwälte und hielten vor dreiköpfigen international besetzten Schiedsgerichten 15-minütige Plädoyers in englischer Sprache. Dabei konnten sie in die Ausscheidungsrunde der besten 64 Teams vordringen. Dies gelang von 27 teilnehmenden deutschen Fakultäten mit Team Saarland nur acht weiteren deutschen Teams.

Dem Team um die Master-Studenten Corina Vodă, María Cristina Rosales del Prado, Geetanjali Sharma und Caio Prado Rocha und den deutschen Rechtsstudenten Hendrik Mayer wurde im Rahmen des feierlichen Abschlussbanketts eine „honorable mention“ für einen herausragenden Beklagtenschriftsatz verliehen. Corina Vodă und Geetanjali Sharma wurden zudem mit jeweils einer „honorable mention“ für besonders gute individuelle Sprecherleistungen geehrt. Damit wurde die harte Arbeit des Teams in den vergangenen Monaten ganz besonders honoriert. Viele angehende Juristen, die aus aller Welt am Wettbewerb teilnahmen, wurden durch die Leistung der Saarbrücker Jurastudenten auf die Saar-Uni und das Europa-Institut aufmerksam.

→ Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Team 2017 mit Betreuern (v.l.n.r.)
Geetanjali Sharma, Anja Neufing, Corina Voda, Hendrik Matthias Mayer, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Rüßmann, Ben Köhler, María Cristina Rosales del Prado, Caio Prado Rocha, Anna Marie Faymonville


Vorbereitungsphase

For the written phase, the team had a lot of internal meetings with the coaches to discuss ideas and lines of arguments, which were backed-up by extensive individual research. To practice pleading before an arbitral tribunal, I find that the many pre-moots we attended really helped me shape my pleading style and strengthen the presented arguments. Corina Voda

For the oral stage, we practiced the pleadings internally and in the so called Pre-Moots. These Pre-Moots are simulations of the main competition, in which, we had the chance to practice with other teams of Germany and of the world. We went to the Düsseldorf Pre-Moot, Hannover Pre-Moot, Belgrade Pre-Moot. We went to several law firms for some hearings as well for example: Freshfields (Frankfurt), Gleiss Lutz (Stuttgart), Borris-Hennecke-Kneisel (Köln). During the preparations we all had the opportunity to practice and increase our advocacy skills. María Cristina Rosales del Prado

Pre-Moot bei Freshfields, Frankfurt am Main


VIS Moot Court 2017


Nach dem Moot Court

The Vis Moot has been a very intense, but rewarding experience. It gave me the opportunity to further develop my legal and analytical skills and meet extraordinary people from all over the world. I am very grateful for the friendships made along the way, the traveling and, of course, the fun we had as a team. Corina Voda