Das Masterprogramm am Europa-Institut


Key Facts

  • Einjähriges Masterprogramm im Europäischen und Internationalen Recht
  • Das Programm kann auf Deutsch und/oder Englisch absolviert werden
  • Fünf Module werden angeboten: Modul 1: Europäische Integration und die Module 2-5 mit den Schwerpunkten Europäisches Wirtschaftsrecht, Außenwirtschaft und Investitionsrecht, Internationale Streitbeilegung und Europäischer und Internationaler Menschenrechtsschutz
  • International anerkannter Titel "Master of Laws" (LL.M.)
  • Hochqualifizierte Spezialisten aus Wissenschaft und Wirtschaft
  • Praxisorientierte Lehre mit hohem wissenschaftlichen Anspruch
  • 75 Studierende aus fast 40 Nationen
  • Exkursionen zu europäischen und internationalen Institutionen
  • Intensive Betreuung durch das Team des Europa-Instituts
  • Internationales Netzwerk über die Alumni-Vereinigung EVER e.V.
  • Gezielte Vorbereitung auf den europäischen und internationalen Arbeitsmarkt

Spezialisierung

Das Programm gliedert sich in ein Basismodul (Modul 1) und vier Module mit Schwerpunktbereichen (Module 2 - 5). Modul 6 umfasst das Schreiben der Masterarbeit.

Angebotene Module

Das Modul 1 vermittelt fundierte Kenntnisse über die Grundlagen des Europäischen Rechts. Neben klassischen Feldern des Europarechts bzw. den Grundfreiheiten wird in Vorlesungen beispielsweise aus den Bereichen des Europäischen Privatrechts oder der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik ein Grundverständnis des rechtlichen Zusammenwachsens der Union und ihren Institutionen gegeben. In praxisorientierten Simulationen wie dem EuGH-Moot Court oder EuroSim wird fundiertes theoretisches Wissen in die Praxis umgesetzt.

Der Schwerpunktbereich Europäisches Wirtschaftsrecht umfasst die verschiedenen Rechtsgebiete, die europaweit und international für alle Wirtschaftsbereiche und für jede Art der Rechtspraxis von grundlegender Bedeutung sind. Es werden fundierte Kenntnisse der Rahmenbedingungen, die eine wirtschaftliche Tätigkeit in der Union prägen, vermittelt und die besonderen Regelungen, denen eine solche Tätigkeit unterworfen sein kann (Europäisches Wettbewerbsrecht, Wirtschafts- und Wettbewerbspolitik) oder die sie begleiten (Urheberrecht und Gewerblicher Rechtsschutz in der Union), vertieft. Der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft wird durch Veranstaltungen Rechnung getragen, deren Inhalte über die Grenzen der Union hinausreichen. Die Bedürfnisse der Praxis werden in Case Studies berücksichtigt, in denen die Anwendung der theoretischen Grundlagen auf konkrete Sachgestaltungen trainiert werden kann. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Fokus auf den Bereich des Europäischen Managements zu legen.

Dieser Schwerpunktbereich geht auf die Globalisierung der Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Handel, Investitionen und Kapitalverkehr, ein. Er vermittelt durch umfassende Allgemeinveranstaltungen wie International Trade, Investment and Raw Materials Law und weiteren ausgewählten Teilen des Wirtschaftsvölkerrechts besondere Kenntnisse und Fähigkeiten in Kernmaterien des Internationalen Wirtschaftsrechts. Dabei wird besonderer Wert auf das zum Verständnis internationaler und europäischer Rechtspraxis unerlässliche Erkennen des transdisziplinären Zusammenwirkens von Recht und Ökonomie gelegt. Eine kompetente Ausbildung wird geboten durch Wahlmöglichkeiten zum Außenwirtschaftsrecht der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten, zum gesamten materiellen WTO-Recht (insbesondere GATT-, GATS- und TRIPS-Abkommen), zu den Harmonisierungen nationaler Handelsrechte und den Rechtsgebieten, denen im Zusammenhang mit dem gesteigerten internationalen Wirtschaftsverkehr besondere Bedeutung zukommen (etwa das Recht der Finanzaufsicht) sowie zur internationalen Währungspolitik und zum Recht der internationalen Wirtschaftssanktionen.

Der Schwerpunktbereich Internationale Streitbeilegung vermittelt Kenntnisse im Bereich der Internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit, der Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit in Investitionsstreitigkeiten und der alternativen Beilegung von Rechtsstreitigkeiten. Ziel ist es, effiziente und gerechte Streitschlichtung in einem grenzüberschreitenden Kontext aufzuzeigen in einem Rechtssystem, in dem Handelsgerichte der nationalen Gerichtsbarkeit angehören. Neben den genannten Vorlesungsbereichen umfasst der Schwerpunktbereich auch ergänzende Vorlesungsfächer wie z.B. das Internationale Handelsrecht. Sie stellen sicher, dass den Studierenden über ein umfassendes Fachwissen hinaus auch das nötige Verständnis für kulturelle und wirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird. Außerdem macht sich der Schwerpunktbereich neben der klassischen Vermittlung von fundiertem Fachwissen auch interaktive Lehrmethoden und einen hohen Praxisbezug zu Nutze. Case Studies sowie Verhandlungs- und Prozesstraining stehen neben Vorlesungen und in Seminaren geführten fachlichen Diskussionen ebenfalls auf dem Stundenplan. Vorträge angesehener Gastdozenten aber auch die Simulation von Gerichtsverhandlungen und Exkursionen zu internationalen Institutionen (z.B. zur ICC nach Paris) sind Teil des Programms.

In diesem Schwerpunktbereich werden die Teilnehmer intensiv mit Grundzügen, aktuellen Problemen und Entwicklungen des Menschenrechtsschutzes vertraut gemacht und in die Lage versetzt, diese Kenntnisse in ihrer zukünftigen Praxis umzusetzen. Die Veranstaltungen befassen sich mit der Entwicklung und Verwirklichung der Menschenrechte im universellen Völkerrecht und in multilateralen Verträgen auf Weltebene einerseits und auf regionaleuropäischer Ebene andererseits sowie ihrem Verhältnis zueinander, dem Verhältnis zwischen Europäischer Union und der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie der Praxis der im Rahmen der UNO tätigen Vertragsgremien, des Gerichtshofs der EU, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Europarats. Großer Wert wird auf den Praxisbezug der Veranstaltungen gelegt. So werden sowohl bereits entschiedene als auch noch anhängige Fälle behandelt, die aktuelle Fragen aufwerfen. Es geht aber auch um allgemeinere Fragen etwa nach den Rechten der Bürger gegenüber der Hoheitsgewalt der Europäischen Union und danach, wie die „unendliche Geschichte“ eines EMRK-Beitritts der Union zu einem guten Abschluss gebracht werden kann.

Die Masterarbeit wird in den Gebieten des Europäischen oder Internationalen Rechts nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten selbständig erarbeitet. Die Bearbeitungszeit beträgt drei Monate und es werden dafür 15 Credit Points vergeben. Der Beginn der Masterarbeit kann frei gewählt werden, sie kann also auch später berufsbegleitend geschrieben werden. Die Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache angefertigt werden. Nach Bewertung der Arbeit durch einen Gutachter wird der akademische Grad „Master of Laws“ (LL.M.) verliehen.

Credit Points

Die Lehrveranstaltungen werden in deutscher oder englischer Sprache abgehalten und mit einer schriftlichen oder mündlichen Prüfung abgeschlossen. Für fast alle Veranstaltungen werden Credit Points vergeben. Insgesamt sind im Studienprogramm mindestens 45 Credit Points zu erwerben. Für die Masterarbeit werden noch einmal 15 Credit Points und damit insgesamt 60 Credit Points vergeben.

Kontakt

Europa-Institut
Universität des Saarlandes
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